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      <title>andreas kuhn | electronic publishing</title>
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      <dc:creator>kuhnandreas (mailto:&amp;#97;&amp;#46;&amp;#107;&amp;#117;&amp;#104;&amp;#110;&amp;#64;&amp;#100;&amp;#101;&amp;#115;&amp;#105;&amp;#103;&amp;#110;&amp;#119;&amp;#111;&amp;#114;&amp;#107;&amp;#115;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
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      <title>No Direction Home</title> 
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Vom Altmeister des amerikanischen Kinos kommt diese nicht nur f&amp;uuml;r eingefleischte Dylanologen packende Dokumentation: ein filmisches Jigsaw Puzzle allererster G&amp;uuml;te, spannend von der ersten bis zur letzten Minute.
Scorsese&amp;#8217;s Affinit&amp;auml;t zur Musik ist hinl&amp;auml;nglich bekannt durch die Realisierung des &amp;raquo;Last Waltz&amp;laquo; oder durch seine Beitr&amp;auml;ge zur &amp;raquo;The Blues&amp;laquo;-Serie. Was im Falle Dylan geboten wird, ist eine fesselnde Mischung aus Kalter-Krieg-Geschichtsunterricht gepaart mit soziokultureller B&amp;uuml;rgerrechtsbewegungs- bis Swinging-Sixties-Dokumentation, aufgereiht an jener Perlenkette der Metamorphose des pausb&amp;auml;ckigen Teenagers Robert Zimmermann vom Woody Guthrie transformierenden Folkie hin zum hippen Bandrocker, dessen wilde M&amp;auml;hne mit der Heugabel gek&amp;auml;mmt zu sein schien.
Kompetente Zeitzeugen erster G&amp;uuml;te kommentieren eloquent jenen Weg raus aus dem Kaff Hibbing &amp;uuml;ber Greenwich Village und ein skandal&amp;ouml;s elektrisiertes Newport (Sideman Mike Bloomfield maltr&amp;auml;tiert die Telecaster, als ob der Klapperschlangen h&amp;auml;uten will) bis hin auf die B&amp;uuml;hne der ehrw&amp;uuml;rdigen Royal Albert Hall.
Sehenswert &amp;uuml;berdies ob der zahlreich perfekt eingeschnittenen rotzfrechen Interviews und Kommentare des sich immer wieder selbst neu erfindenden &amp;raquo;Song and Dance Man&amp;laquo;.
Scorsese l&amp;auml;&amp;szlig;t &amp;raquo;No Direction Home&amp;laquo; geschickt mit der legend&amp;auml;ren 66er Tournee bzw. dem Motorradunfall wenig sp&amp;auml;ter enden und der Betrachter eilt hochadrenalisiert zum per Flatrate angebundenen Rechner, umgehend den passenden Soundtrack &amp;raquo;The Bootleg Series Vol. 4/Bob Dylan Live 1966&amp;laquo; ordernd.</description>
      <dc:publisher>typolis: andreas kuhn | electronic publishing</dc:publisher>
      <dc:creator>kuhnandreas (mailto:&amp;#97;&amp;#46;&amp;#107;&amp;#117;&amp;#104;&amp;#110;&amp;#64;&amp;#100;&amp;#101;&amp;#115;&amp;#105;&amp;#103;&amp;#110;&amp;#119;&amp;#111;&amp;#114;&amp;#107;&amp;#115;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
      <dc:subject>bob dylan, the band, allen ginsberg, joan baez, martin scorsese</dc:subject>
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      <title>Gesichter der Geschichte - Fotografien von Robert Capa</title> 
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      <description>Bonvivant, Frauenheld wie obsessiver Spieler, spendabel und chronisch pleite, rastlos, dandyhaft - kaum ein Attribut, mit dem Robert Capa, als Andr&amp;eacute; Friedmann am 22. Oktober 1913 in Ungarn geboren, nicht von Presse oder Biographen bedacht wurde.
Als Ungar j&amp;uuml;discher Abstammung mit siebzehn Jahren nach Berlin und sp&amp;auml;ter Paris geflohen, katapultierte ihn 1936 sein ebenso legend&amp;auml;res wie umstrittenes Portr&amp;auml;t des t&amp;ouml;dlich getroffenen Freiheitsk&amp;auml;mpfers in den Olymp der Pressefotografie.
Bereits zwei Jahre sp&amp;auml;ter rief ihn, der wie kein zweiter dem Leid der Zivilbev&amp;ouml;lkerung angesichts der Schrecken des Krieges Ausdruck verliehen hat, die internationale Presse als den &amp;raquo;bedeutendsten Kriegsreporter&amp;laquo; aus.
Im Arbejdermuseet - R&amp;oslash;mersgade 22, 1362 K&amp;oslash;benhavn K. - ist in der Zeit vom 15. September bis zum 30. Dezember 2006 unter vielen weiteren Fotografien auch sein wohl ber&amp;uuml;hmtestes Bild aus dem spanischen B&amp;uuml;rgerkrieg in der Ausstellung &amp;raquo;Gesichter der Geschichte&amp;laquo; zu sehen.</description>
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      <dc:subject>robert capa, spanien, bürgerkrieg, krieg, reporter, fotografie, magnum</dc:subject>
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   <item rdf:about="http://kuhnandreas.typolis.net/stories/5360/">
      <title>Frida Kahlo - Ausstellung im Bucerius Kunst Forum, Hamburg</title> 
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Andr&amp;eacute; Breton, der sie partout als Surrealistin etikettieren wollte, beschrieb ihre Kunst als &amp;raquo;ein farbiges Band um eine Bombe&amp;laquo;. Madonna beteuerte &amp;raquo;Frida ist die gro&amp;szlig;e Inspiration f&amp;uuml;r mein Leben&amp;laquo;. Zu Lebzeiten kannte Frida Kahlo Wassily Kandinsky, Marcel Duchamp und Pablo Picasso. &amp;raquo;Weder Derain, noch Du, noch ich, sind in der Lage, einen Kopf so zu malen, wie Frida Kahlo!&amp;laquo; gesteht Picasso in einem Brief an Diego Rivera. Dieser wiederum wirbt anl&amp;auml;&amp;szlig;lich einer geplanten Ausstellung f&amp;uuml;r seine Frau: &amp;raquo;Ich empfehle Ihnen diese K&amp;uuml;nstlerin, nicht als Ehemann, sondern als begeisterter Bewunderer ihres Werks, &amp;auml;tzend und z&amp;auml;rtlich, hart wie Stahl und zart und fein wie der Fl&amp;uuml;gel eines Schmetterlings, bewunderswert wie ein sch&amp;ouml;nes L&amp;auml;cheln und tiefgr&amp;uuml;ndig und grausam wie die Bitternis des Lebens.&amp;laquo;

Nicht erst seit der &amp;auml;u&amp;szlig;erst erfolgreichen Verfilmung ihres Lebens und Wirkens durch Regisseurin Julie Taymor (Hauptrolle Salma Hayek in einer schlicht leidenschaftlichen Verk&amp;ouml;rperung) ist das Interesse an Frida Kahlo als Kunst-Ikone erneut heftig aufgeflammt. Im Jahr 2006 noch immer &amp;raquo;Fridomania&amp;laquo; post mortem allerorten. Frida Kahlo ist Malerin und Mythos. Als mexikanische Kultfigur mit unvorhergesehener Popularit&amp;auml;t liefert sie lange schon und schier unabl&amp;auml;ssig Stoff f&amp;uuml;r B&amp;uuml;cher, Theaterst&amp;uuml;cke und Filme, ist idolisiertes Objekt f&amp;uuml;r Merchandising. Frida auf Handtaschen, Postkarten, Frida als Poster und Schl&amp;uuml;sselanh&amp;auml;nger. Leben wie Werk der wohl mit Abstand bekanntesten Malerin ganz Lateinamerikas sind von kraftvoll exotischer, schillernd bunter und mythisch umrankter Anmutung.

Als bekennende Marxistin gab die charismatische Rebellin, obwohl geboren am 6. Juli 1907, zeitlebens ihr Geburtsjahr mit 1910 an, dem Jahr der mexikanischen Revolution. Sie verehrte Stalin und hatte als &amp;raquo;emanzipierte&amp;laquo; Frau, gebeutelt durch die Untreue ihres Mannes Diego, Aff&amp;auml;ren mit prominenten M&amp;auml;nnern wie Leo Trotzki oder Nickolas Murray und auch Frauen wie der S&amp;auml;ngerin Chavela Vargas (&amp;raquo;La Llorona&amp;laquo;). Nickolas Murray verdanken wir (ebenfalls in der Hamburger Ausstellung in fantastischer Qualit&amp;auml;t pr&amp;auml;sentiert) - neben Lola und Manuel Alvarez Bravo, Imogen Cunningham, Fritz Henle oder Gisele Freund - einige der sch&amp;ouml;nsten fotografischen Zeitdokumente: prachtvolles, pathetisches und detailbesessenes In-Szene-setzen; regelrechte Performance-Fotografie. Stets ernst blickende, auf den Betrachter gerichtete Augen, &amp;raquo;gekr&amp;ouml;nt von dichten Brauen, die sich vereinten wie Vogelschwingen&amp;laquo;, wie Raquel Tibol attestiert.

Fast zwangsl&amp;auml;ufig versetzt der Kontakt mit den Originalbildern den Betrachter in eine Art Verz&amp;uuml;ckungszustand. Hierzulande wartete man allerdings eine &amp;raquo;halbe Ewigkeit&amp;laquo; vergeblich, ihre Gem&amp;auml;lde einmal mehr &amp;raquo;leibhaftig&amp;laquo; in Augenschein nehmen zu d&amp;uuml;rfen. Dem Bucerius Kunst Forum ist nun - bereits ein Jahr vor dem 100. Geburtstag der wichtigsten Vertreterin mexikanischer Kunst - das Kunstst&amp;uuml;ck gelungen, die gr&amp;ouml;&amp;szlig;te private Kollektion von Werken Frida Kahlos aus dem Museo Dolores Olmedo Patino (Xochimilco, Mexiko) einer deutschen &amp;Ouml;ffentlichkeit zug&amp;auml;nglich zu machen.

Die in Hamburg ausgestellten Gem&amp;auml;lde beleuchten die zentrales Themen des Lebens und der Kunst Frida Kahlos: Schmerz, Verlust, Ungl&amp;uuml;ck und Leiden. Von einer Kinderl&amp;auml;hmung im Alter von wohl sechs Jahren beh&amp;auml;lt Frida eine Behinderung des rechts Beins, eben achtzehnj&amp;auml;hrig erleidet sie jenen fatalen Busunfall. Diesen &amp;uuml;berlebt sie zwar schwerstverletzt, er markiert aber den Anfangspunkt lebensl&amp;auml;nglicher Qualen wie zahlloser Operationen. In deren Auswirkungen schlie&amp;szlig;lich, bereits fast ihr halbes Lebens an Rollstuhl oder Krankenbett gefesselt, stirbt sie mit gerade 47 in ihrem Geburtshaus (&amp;raquo;Casa Azul&amp;laquo; oder &amp;raquo;Blaues Haus&amp;laquo;, heute Frida-Pilgern aus aller Welt zug&amp;auml;nglich als Frida Kahlo Museum). &amp;raquo;Pies para qu&amp;eacute; los quiero si tengo als pa volar&amp;laquo;/&amp;raquo;Wozu brauche ich F&amp;uuml;&amp;szlig;e, wenn ich Fl&amp;uuml;gel haben zum Fliegen&amp;laquo; hatte sie ein Jahr zuvor ihrem Tagebuch anvertraut.

Erg&amp;auml;nzt durch Leihgaben aus gesamtamerikanischen Sammlungen ist die liebevoll inszenierte Ausstellung vom 15.6.?17.9.2006 ein absolutes &amp;raquo;Mu&amp;szlig;&amp;laquo; f&amp;uuml;r alle Kahlo-Fans.

Infos: http://www.buceriuskunstforum.de</description>
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      <dc:creator>kuhnandreas (mailto:&amp;#97;&amp;#46;&amp;#107;&amp;#117;&amp;#104;&amp;#110;&amp;#64;&amp;#100;&amp;#101;&amp;#115;&amp;#105;&amp;#103;&amp;#110;&amp;#119;&amp;#111;&amp;#114;&amp;#107;&amp;#115;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
      <dc:subject>kahlo, frida, frida kahlo, mexiko, malerei, mexico, painting, ausstellung, exhibition</dc:subject>
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   <item rdf:about="http://kuhnandreas.typolis.net/stories/5226/">
      <title>Beat-Generation - Gemeinschaft auf der Suche nach der Gegenwelt zum &amp;raquo;American way of life&amp;laquo;</title> 
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      <description>Im US-Bundesstaat Massachusetts pr&amp;auml;sentieren der Lowell National Historical Park und seine Partner vom 7. Juni bis 16. September 2007 eine Ausstellung im Boott Cotton Mills Museum, in der unter anderem das sagenumwobene Original-Rollen-Manuskript von &amp;raquo;On the Road&amp;laquo; gezeigt wird.

Nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung des ersten Kerouac-Buches &amp;raquo;The Town and the City&amp;laquo; dauerte es ganze sieben Jahre voller Streit und Schwierigkeiten, bis 1957 sein &amp;raquo;On the Road&amp;laquo; endlich bei Viking Press in New York erschien. Trotz der orthodoxen Art, mit welcher der Verlag das Buch redigiert und somit die Leser weitgehend gegen Kerouacs stilistische Neuerungen abgeschirmt hatte, wurde &amp;raquo;Road&amp;laquo; - der &amp;raquo;Film in Worten&amp;laquo; - zum vielbeachteten Durchbruch f&amp;uuml;r den damals 35j&amp;auml;hrigen Autor.

Mit Staatsangeh&amp;ouml;rigkeit &amp;raquo;Franko-amerikanisch&amp;laquo; wurde John L. (&amp;raquo;Ti Jean&amp;laquo;) Kerouac am 12. 3. 1922 in Lowell (Massachusetts), einer soliden Fabrikstadt in New England, geboren. Er war der zweite Sohn des Druckers Emil Kerouac und seiner Frau Gabrielle (geb. L&apos;Evesque). Nach dem Tode des Vaters entwickelt Jack eine starke, jungenhaft-schw&amp;auml;rmerische Bindung zu seiner Mutter, die geduldigen Lesern nur zu gut in Erinnerung bleiben wird.
Mit siebzehn Jahren wechselt er von der High School in seinem Geburtsort Lowell zur etwas extravaganten &amp;raquo;Horace Mann School for Boys&amp;laquo; in New York City. 1940 erhielt er das Stipendium f&amp;uuml;rs Columbia College. Nach knapp zwei Jahren brach mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor auch f&amp;uuml;r die USA der Krieg aus, soda&amp;szlig; Kerouac die Universit&amp;auml;t nicht beendete. Er ging zun&amp;auml;chst zur Handelsmarine, wurde 1943 f&amp;uuml;r kurze Zeit Rekrut, bis er als &amp;raquo;schizoide Pers&amp;ouml;nlichkeit&amp;laquo; entlassen wurde, um den Rest des Krieges wieder als Handelsmatrose auf dem Nordatlantik zu verbringen.
Obwohl Jack also keine akademischen Grade erreichte, lernte er w&amp;auml;hrend seiner Studenten-Zeit zwei seiner wichtigsten Freunde und sp&amp;auml;teren Weggenossen kennen: Allen Ginsberg und William S. Burroughs. Von beiden kann man ohne &amp;Uuml;bertreibung behaupten, da&amp;szlig; sie zu den literarisch produktivsten und bedeutendsten Vertretern der &amp;raquo;Beat-Generation&amp;laquo; z&amp;auml;hlen und einen nicht zu untersch&amp;auml;tzenden Stellenwert in der amerikanischen Literatur der 50er bis 70er Jahre aufweisen. Noch 1990 tauchen sie mit ihren kreativen Projekten regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig im rauschenden Bl&amp;auml;tterwald der bunten Gazetten auf.

Wanderjahre und Gelegenheitsjobs
In den Jahren ab 1941 &amp;uuml;bte Jack Kerouac - wie er selbst angibt - &amp;raquo;alles m&amp;ouml;gliche&amp;laquo; aus, im einzelnen Jobs als Tankwart, Bremser bei der Eisenbahn, Eisverk&amp;auml;ufer, Bahnhofsarbeiter, Gep&amp;auml;cktr&amp;auml;ger, Baumwollpfl&amp;uuml;cker, M&amp;ouml;belpackergehilfe, Blechverarbeitungslehrling beim Bau des Pentagon (1942), Bauarbeiter und Brandwache im Forstdienst. Alles Stationen einer Reise durch den Kontinent Amerika, die seinem sp&amp;auml;teren literarischen Werk als loses Ger&amp;uuml;st dienen sollen - abgesehen von jenem unendlich gewaltigeren Gef&amp;uuml;hls-Kontinent, den Kerouac mit vorher nicht dagewesener Spontanit&amp;auml;t und Unmittelbarkeit einer ureigenen Sprache vor unserem inneren Auge ausbreitet.
1950 erscheint sein erster Roman &amp;raquo;The Town and the City&amp;laquo;, 1955 Stipendium der National Academy of Arts and Letters. Nach Erscheinen des rasch zum Kultbuch avancierenden &amp;raquo;On the Road&amp;laquo; im Jahre 1957 hat Jack Kerouac - wie es Allen Ginsberg in der Einleitung zu &amp;raquo;Howl&amp;laquo; formuliert - &amp;raquo;Intelligenz in elf B&amp;uuml;cher hineingesprudelt, die in halb so vielen Jahren geschrieben wurden&amp;laquo;. Die ersten beiden erschienen, sicher nicht ohne Druck seitens der Verleger, die den schnellen Dollar eines Nachfolge-Gesch&amp;auml;fts witterten, bereits im darauffolgenden Jahr.
Nach siebenj&amp;auml;hrigem Kampf um die Durchsetzung seines lange verschm&amp;auml;hten individuellen Stils nahm Kerouac frustriert und angewidert zur Kenntnis, da&amp;szlig; seitdem sich ein kommerzieller Erfolg eingestellt hatte, er von der Verleger- und Kritiker-Schickeria in den h&amp;ouml;chsten T&amp;ouml;nen gelobt wurde, gern gesehener Gast in Talk-Shows war und das Image, das um ihn herum gezimmert wurde, mit seinem eigentlichen Wesen nicht mehr allzu viel gemein hatte.
Zwei Jahre vor seinem Tod am 21. Oktober 1969 in St. Petersburg/Florida ver&amp;ouml;ffentlicht der innerlich l&amp;auml;ngst emigrierte Vielschreiber die &amp;raquo;Vanity of Duluoz&amp;laquo;, einen romanhaften Report &amp;uuml;ber &amp;raquo;Eine abenteuerliche Erziehung&amp;laquo;, durchtr&amp;auml;nkt mit der pessimistischen Tinte eines 45j&amp;auml;hrigen, der zeit seines Lebens durch Amerika und neue L&amp;auml;nder umhergeschwirrt war, um &amp;raquo;alles kennenzulernen&amp;laquo;. Was - um Seymour Krim zu zitieren - &amp;raquo;die unfallsicheren Eskapaden, denen sich die Mehrheit der jungen amerikanischen Literaten damals hingab, l&amp;auml;cherlich erscheinen lie&amp;szlig;&amp;laquo;.

Beat-Generation - alles andere als uniformiert
Die Rede ist von einer &amp;raquo;Generation&amp;laquo;. Mit reiz&amp;uuml;berfluteter Selbstverst&amp;auml;ndlichkeit schlucken wir einen solchen Begriff. Unsere Zeit ist unzweifelhaft gepr&amp;auml;gt von &amp;raquo;trendy&amp;laquo; Slogans, von wohlklingenden Schlagworten, die zumeist eher auf unseren Griff in den Geldbeutel abzielen, als da&amp;szlig; sie uns einen inhaltlichen Sinn vermitteln wollen.
Das man eine Wortsch&amp;ouml;pfung wie &amp;raquo;Beat-Generation&amp;laquo; zun&amp;auml;chst relativieren mu&amp;szlig;, verdeutlicht Walter H&amp;ouml;llerer bereits 1961, also gerade vier Jahre nach dem Erscheinen von &amp;raquo;Road&amp;laquo;. Mit Nachdruck unterstreicht er in seiner damaligen Betrachtung aktueller Tendenzen in der amerikanischen Literatur, da&amp;szlig; sich die &amp;raquo;jungen Amerikaner&amp;laquo; zu Recht gegen die allgegenw&amp;auml;rtige Etikettierung, das Abstempeln unter dem Schlagwort &amp;raquo;BG&amp;laquo; wenden. Sie seien alles andere als uniformiert, und was sie zusammenhalte, sei nicht nur ein &amp;auml;u&amp;szlig;erer Anla&amp;szlig;, n&amp;auml;mlich der &amp;raquo;Protest gegen etwas&amp;laquo;; vielmehr beruhe ihr &amp;raquo;spontanes Zusammengeh&amp;ouml;rigkeitsgef&amp;uuml;hl&amp;laquo; auf gemeinsamen Erfahrungen und Entdeckungen und auf der Unmittelbarkeit ihrer Kunst.
Was (damals wie heute) als &amp;raquo;Generation&amp;laquo; heraufbeschworen werde, sei genau genommen eine &amp;raquo;Schar verschiedenster junger, eigenwilliger Leute, &amp;uuml;ber den ganzen Kontinent und z.T. auch Europa verstreut, die einander kennen, einander unterst&amp;uuml;tzen, ..., deren Stimme vertrauensw&amp;uuml;rdiger geworden ist, nachdem sie sich aus den Zwangsvorstellungen einer eingerichteten Sprache, einer vorgeschriebenen Denkweise und einer vorgezeichneten Laufbahn zu l&amp;ouml;sen versuchten und sich zu einer unverstellten Sicht verschworen haben&amp;laquo;.
Auf einen gemeinsamen Nenner bringt es der Protagonist in &amp;raquo;On the Road&amp;laquo;, die eigentliche Schl&amp;uuml;sselfigur des amerikanischen Beat und personifizierte Legende: Neal Cassady. Nach dem Zusammentreffen mit Jack Kerouac 1948 in New York gibt er dessen literarischem Schaffen die entscheidende Pr&amp;auml;gung. Kerouac wiederum mei&amp;szlig;elt ihm als Hauptfigur (&amp;raquo;Dean Moriarty&amp;laquo;) seines bekanntesten Buches ein sicher unvergessenes Denkmal.
Cassady, 1926 in Denver/Colorado geboren, verbringt nach der Trennung seiner Eltern die ersten Jahre unter &amp;raquo;Obhut&amp;laquo; des Vaters in einer Pennerherberge seines Geburtsortes. Zum ersten Mal 14j&amp;auml;hrig und erneut ein Jahr sp&amp;auml;ter ger&amp;auml;t er in Polizeihaft, nachdem er einen Autodiebstahl ver&amp;uuml;bt hat. Sein vor Lebensungest&amp;uuml;m berstendes, vor Anstrengung und Sehnsucht keuchendes Dasein verbrachte Cassady &amp;raquo;sich den Teufel um die eigene Existenz&amp;laquo; und den &amp;raquo;Plunder &amp;uuml;berkommener Habseligkeiten&amp;laquo; scherend, liebend, leidend, schwitzend und &amp;raquo;being on the road&amp;laquo;. Sein Leben im Rausch, in Ekstase, in einer uneingeschr&amp;auml;nkten Freiheit, von der viele allenfalls tr&amp;auml;umten und die so manche seiner Zeitgenossen nur &amp;raquo;darzustellen&amp;laquo; versuchten, endete mit 42 Jahren im Drogenrausch auf den Gleisen einer Bahnstrecke.
&amp;raquo;Das Buch in Drehbuchform ist der Film in Worten&amp;laquo; proklamierte Jack Kerouac, und keinen geeigneteren Hauptdarsteller f&amp;uuml;r &amp;raquo;Road&amp;laquo; h&amp;auml;tte er sich w&amp;uuml;nschen k&amp;ouml;nnen als eben Neal Cassady, einen &amp;raquo;abgefahrenen&amp;laquo; Typen jenseits von Gut und B&amp;ouml;se. Alles an ihm war &amp;uuml;berspr&amp;uuml;hendes Leben. Und das ist der Punkt, um den es in Kerouacs Werk geht: um unmittelbare Aktion und Sprache.

It&apos;s now or never!
Das Motto seiner Erz&amp;auml;hlweise will sein: &amp;raquo;Rede jetzt oder schweig f&amp;uuml;r immer&amp;laquo;. Als Vollgasfahrer der amerikanischen Prosa schuf er mit Worten eine &amp;raquo;rasante Wiedergabe totalen Erlebens voller Handlung, Farbe, Milieu, Rhythmus und Klang&amp;laquo; - und alles so organisch verpackt, da&amp;szlig; Nachahmung praktisch unm&amp;ouml;glich ist. Ein Generalangriff gegen die korsettierte Literatur einer Zeit voller angestaubter Tabus und eingleisigen Denkens.

Epilog
&amp;raquo;Etwas, was du f&amp;uuml;hlst, wird die ihm eigene Form finden.&amp;laquo; - Jack Kerouac, Evergreen Review, NY, 1959.</description>
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